AK Begegnung


Der wichtigste Schritt für die Überwindung von Fremdheit ist das Kennenlernen. Hierzu braucht es Begegnung und genau darum kümmert sich diese Gruppe der Flüchtlingshilfe Niederkassel. Im direkten Austausch miteinander bekommen die Fremden ein Gesicht, einen Namen und eine Geschichte. So entsteht Vertrauen, das wiederum Integration erst ermöglicht. Begegnung bildet die Grundlage für eine Vielfalt weiterer Angebote und Projekte, daher wollen wir möglichst viele Begegnungen zwischen den Einheimischen und unseren neuen Nachbarn ermöglichen. Ohne große Voraussetzungen, aber mit viel Offenheit.

Dazu fanden an vier Standorten im Stadtgebiet, dem kath. Matthiashaus in Lülsdorf, der ev. Auferstehungskirche in Niederkassel, der ev. Maria-Magdalena-Kirche in Rheidt/Mondorf und der Moschee in Lülsdorf , von 2015 bis 2017 regelmäßig „Begegnungscafes“ statt. Damit wurde den Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen nicht nur deren Ankommen, sich hier Zurechtfinden und ihre Integration unterstützt und vereinfacht, sondern es wurden auch die Angebote und Kontakte der Gruppen „Begleitung“ und „Sprache“  direkt an Interessierte vermittelt.

Aus dieser Gruppe entstand 2015 auch das Projekt eines “Fest der Kulturen” (früher “Sommerfest”) – zunächst “nur” angedacht, um mit den Flüchtlingen und zahlreichen engagierten Bürger/innen aller Konfessionen ein wirklich schönes und buntes Fest der Willkommenskultur im Sommer zu feiern. Nachdem aber mittlerweile mehrere Geflüchtete ihr neues Zuhause in Niederkassel gefunden haben (bzw. “zugewiesen wurden”), wurde dieses “jährliche” Fest 2016 und 2017 erfolgreich wiederholt – wobei diesmal auch von den Flüchtlingen selber zahlreiche kulinarische Speisen aus den jeweiligen Herkunftsländern zum reichhaltigen Buffett beigesteuert wurden, sowie auch zum musikalischen Unterhaltungsprogramm mit beigetragen wurde. Selbstverständlich ist für 2018 dieses Fest erneut vorgesehen und bereits in Planung.

Seit März 2016 gibt es auch das mehrfach wöchentlich stattfindende „InterKultur-Café“, geleitet von Amar Kakos, der vor über 15 Jahren mit Frau und Kindern selber aus dem Irak geflohen ist. Beim Billard-, Kicker-, Tischtennis-, Domino-, Backgammon- oder Karten-Spielen oder einfach auch nur bei einem zwanglosen Gespräch kann man sich in entspannter Atmosphäre gegenseitig kennenlernen, über kulturelle Grenzen hinweg. Familien mit Kindern sind auch immer herzlich willkommen (trotz der etwas späten Stunde). Für entsprechende Spielmöglichkeiten für die Kinder ist gesorgt. Neben den üblichen Kaltgetränken gibt es auch Tee und Kaffee, und es wird auch kostenlos eine kleine, warme (meist arabische) Speise gereicht. Die Geflüchteten wünschen sich den Kontakt zu Deutschen, auch um ihre bisher erworbenen Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Wenn Sie bei der Organisation  mithelfen wollen oder auch eine Idee für ein Projekt haben, dann besuchen Sie uns doch einfach bei einem der nächsten Termine (s.u.) oder schreiben Sie uns eine Email.

 

Termine InterKultur-Café

ev. Maria-Magdalena-Kirche
Rheidt, Oberstr. 205
ev. Emmauskirche
Ranzel, Kopernikusstr. 2
18 – 20 Uhr jeden Montag [bald auch wieder: jeden Mittwoch]
18 – 20 Uhr   jeden Donnerstag (auch mit Deutschkurs für Frauen) jeden Freitag (auch mit Deutschkurs für Frauen)

Kontakt

Norbert Klein & Andreas Friede
E-Mail: [email protected]